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Hier schreibt Marc Hennekes, Seminarlehrer, Universitätsdozent und Lehrbuchautor über moderne Medien im Unterricht.

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Am Ende jedes Schuljahres gibt es Zeugnisse – je nach Schwerpunktsetzung der Eltern und ihrer Kinder ist das Zeugnis der Höhepunkt und würdige Abschluss des Schuljahres, ein Grund zum Feiern oder Nachdenken, oder ein Behördenschreiben auf hübschem Papier, das in einen Ordner geheftet und archiviert wird.

Gern relativieren die Bildungsausübenden die Bedeutung der Zeugnisse – sie wären gar nicht so wichtig, und würden auch über wirklich wesentliche Aspekte der Persönlichkeit des Schülers oder der Schülerin wenig aussagen.

Sind Zeugnisse nichts wert?

Wenn man es mit dem Wert des Zeugnisses übertreibt, dann richtet sich die gesamte Bildungsanstrengung der Schüler nur auf das Messbare. Ob das Kind verträglich war und angesehen, ob es sich bemüht hat oder ihm der gesamte Unterrichtsstoff nur zugeflogen ist, diese Information findet man im Zeugnis nicht. Oder nur verschämt versteckt, irgendwo im Wortgutachten zwischen „engagierte sich sehr als Tafeldienst“ und „nahm am Fotokurs mit gutem Erfolg teil“. Was aber würde jetzt mehr aussagen über das sinnvolle Arbeiten in der Schule, über die Arbeitseinstellung und das Wohlfühlen des Kindes – eine 3 in Mathematik oder ein paar sinnvolle Sätze? Und überhaupt: Wie die Schülerin so als Mensch allgemein ist, das kommt im Zeugnis gar nicht oder nur am Rande vor, und das, obwohl die Schulen doch einen Erziehungsauftrag haben.

Sind Zeugnisse alles?

Ein Zeugnis gibt klar Auskunft über Stärken und Schwächen – nicht ohne Grund sind Charaktertests, Intelligenztests und Fragebögen auf Webseiten, in sozialen Medien und in Printmagazinen sehr beliebt. „Was für ein Aquarientyp bist Du?“ fragt die Facebook-Anzeige, und alle klicken darauf, machen einen Test mit und erfahren, wie sehr sie sich für Goldfische eignen.
Eine objektive Rückmeldung: „Wie gut ist mein Kind in Musik? Was kann es in Mathematik?“, diese Rückmeldung kann viel wert sein. Berufsentscheidungen, Studienfachwahlen und ganze Lebensentwürfe können auf Zeugnisnoten basieren.
Zu leicht nehmen sollte man Zeugnisse also auch nicht. Selbst wenn die eine oder andere Note mehr auf günstige Umstände oder kurzfristigen Lerneifer am Schuljahresende zurückzuführen ist, zeigt die Zusammenschau dann doch, in welchen Bereichen das Interesse des Kindes besonders stark ist.

Und für Lehrer?

Evaluationsbögen für den geglückten Unterricht gibt es viele – jedes brauchbare Didaktikhandbuch enthält mindestens einen. Warum nicht einfach mal die Hackordnung umkehren und die Schüler bitten, den Lehrer zu bewerten? Immerhin könnten die Lehrer so erfahren, was sie können und was nicht. Statt Fächern könnten Charaktereigenschaften aufgezählt werden, und dazu dann jeweils eine Note vergeben werden. Wie bei einem Pen&Paper-Rollenspiel hat der Lehrer einen Charakterbogen in der Hand.

Ja, nett. Und dann?

Das Ergebnis ist dann eine Auflistung von mehr oder wenuger passenden Attributen – hurra, Herr Müller hat eine zwei in Humor. Aber wieso soll das nicht hilfreich sein? Immerhin könnte Herr Müller ja seine zwei in Humor mit seiner drei in Unterrichtsmethodik vergleichen und daraus Schlüsse ziehen.

Genau da fangen aber die Fehler an. Jetzt sind die Noten, die Schüler bekommen, schon fehleranfällig; die lange Liste an möglichen Fehlern beim Beobachten von Schülerleistungen und Schülerverhalten hat jeder Lehrer an der Universität auswendig gelernt, um sie in Psychologie- und Pädagogikklausuren zum Besten geben zu können… Wie können da Noten, die Schüler geben, sinnvoll sein?

Den üblicherweise geforderten Gütekriterien werden sie nicht entsprechen: Reliabel, valide und objektiv werden Schüler das Lehrerhandeln nicht sehen. Eher schon wird ein Bias des letzten Eindrucks vorkommen, was dann auch schon zum praxisrelevanteb Tipp führt: Wer bei einem Schülerfragebogen gut wegkommen will, gibt den Kids vorher Schokolade.

Vergleichbar ist so ein Lehrerzeugnis dann nicht unbedingt – man wird nicht herausfinden, welcher Lehrer wirklich erfolgreich dem Bildungs- und Erziehungsauftrag nachkommt. Aber im Vergleich über mehrere Jahre lassen sich Trends erkennen, die dann zur Reflexion anregen: Bin ich wirklich humorloser geworden? Strenger? Wieso bekomme ich in „Neue Medien“ immer eine 3?

Und nein, mit dem Lehrerzeugnis sollte man nicht zu den Schülern gehen und sich beschweren. Es kann aber Anlass sein, mit den Schülern am Schuljahresende ein Gespräch über den Zweck von Schulen zu führen. Soll der Lehrer wirklich alle bespaßen, so als schlechterer Youtube-Ersatz, oder ist da mehr?

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Manchmal wünsche ich mir, mein Beruf wäre ganz einfach: Ich würde sagen, was meine Schüler sinnvollerweise tun sollten, um ihre eigenen Kompetenzen möglichst effizient zu erweitern. Die Schüler würden mir ihre individuellen, tagesaktuellen Voraussetzungen verständlich erklären, und dann könnten wir daraus einen gangbaren Weg entwickeln, wie heute der Lernfortschritt optimiert werden kann.

Die Realität ist anders: Die Schüler wollen nicht möglichst effizient viel lernen, sondern möglichst effizient gerade so viel, dass sie Misserfolge vermeiden – was auch immer sie persönlich für einen Misserfolg halten mögen. Und ich versuche, das zu antizipieren und male deswegen die Konsequenzen des Nichtmitdenkens in tiefschwarzen Farben aus: Das passive progressive nicht verstanden? Dann wird’s nichts mit dem späteren Broterwerb.

Wobei ich ja weiß, dass den jungen Menschen vor mir ihr Schicksal in 10 Jahren nicht unmittelbar am Herzen liegt. Lieber drehen sie heimlich unter der Bank am fidget spinner oder tippseln blind auf ihrem Handy rum, während sie obenrum einen Eindruck tiefenentspannter Langeweile vermitteln. Nein, die ferne Zukunft betrifft sie nicht. Die nahe Zukunft ist schon schwer genug planbar – die Aufstellung für das Fußballturnier, die Nachmittagsplanung mit dem spannenden Doppeldate oder auch irgendwelche unverständlichen Strategien für Online-Spiele – alles interessanter als ein aus der Mode fallendes (und bestenfalls rezeptiv zu lernendes) Grammatikphänomen.

Während ich also eher alibimäßig am angeschaut werden bin (so liesse sich das Passive Progressive im Deutschen nachbauen, wennn man darauf Lust hat, I am being looked at; aber wieso sollte das jemand tun?), überlege ich wie, die Kids doch noch zum Mitmachen bewegt werden könnten:

– Drohungen?
– Bestechung?
– Motivation?

Motivation scheidet aus, das hab ich schon die letzten 90 Minuten versucht: Interessante Geschichten, tolle handlungsorientierte Methoden, Gruppenarbeit, Stillarbeit… Wenn es einen „Wir sind gerade am gemacht werden“ – Song geben würde, ich hätte ihn den Teenagern vor mir auch noch vorgespielt.

Drohung und Bestechung? Klingt so schlimm, und überhaupt wollte ich doch dieses Jahr fair play-Lehrer sein. Na gut, dann halt von Allem ein bisschen: Manipulation!

Schritt 1: The Set-Up
In der Parallelklasse, so erzähle ich, hat noch keiner das Passive Progressive verstanden. Die Schüler fühlen sich in ihrem Nichtbegreifen bestätigt. Ich führe ein paar Hintergrundgespräche mit einer Kollegin.

Schritt 2: The Round-Up
Ich fabuliere vor der Klasse von einer Ex, die die Kollegin in der Parallelklasse eigentlich hätte schreiben wollen, und dass die Kollegin den Test wieder abgeblasen hat, weil keiner etwas verstanden hätte. Wir würden, so erzähle ich weiter, bald gemeinsam mit der Parallelklasse einen Test über das passive progressive schreiben, damit das Leid gleichmäßig verteilt werden kann.

Schritt 3: The Hook
Ich schreibe mir selbst eine E-Mail mit dem Betreff „Englisch-Test am 29.06. – Aufgaben Passive Progressive“. Mein E-Mail-Programm lasse ich an, und während der nächsten Englischstunde, als ich eigentlich ein Wimmelbild zeigen will, zeige ich erstmal ‚versehentlich‘ die Email. In der Klasse gibt es viel Getuschel, das ich einfach ignoriere, während ich umständlich in meiner Tasche krame.

Schritt 4: The End
Test muss ich jetzt keinen mehr schreiben, benoten wäre ja eh nicht gegangen, denn die Schüler sollen die Inhalte ja laut Lehrplan nur verstehen, nicht selbst die Grammatikregeln anwenden. Und eins ist sicher: Die Lehrbuchseiten zum Passive Progressive hat sich jeder mal angesehen.

Nächstes Mal versuche ich es wieder mit echter Motivation aus Freude am Lernen, aus Interesse am Fach und aus Liebe zur Bildung. Aber dieses Mal hat Manipulation auch gereicht.

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„Das war ich nicht“

Bedeutet: ‚Ja, ich habe laut gelacht, bin aufgestanden, habe mit dem Finger auf Christian gezeigt und dabei Alex mit dem Finger ins Auge gepiekt. Aber das alles nur, weil Thomas so lustig geblinzelt hat, also kann ich nichts dafür. Wenn ich noch ein bisschen umständlich dabei schaue, und der Lehrer mit Schimpfen nochmal vier Minuten verbringt, ist schon die halbe Unterrichtsstunde rum, ohne dass wir irgendwas gemacht haben.‘

„Das war nicht die Hausaufgabe“

Bedeutet: ‚Ich habe im Heft etwas gefunden, das eventuell die Hausaufgabe sein könnte. Wahrscheinlich habe ich’s im Bus abgeschrieben, aber vielleicht ist das auch einfach der Hefteintrag aus der letzten Stunde. Aber das eine Mal, als Sie beim Stundenende von der Durchsage unterbrochen worden sind, haben Sie vergessen, eine Hausaufgabe aufzugeben, und da hatte Charlotte mit genau dem Satz Erfolg.‘

„Das Internet war aus“

Bedeutet: ‚Nachdem ich am Samstagabend von acht bis drei Uhr morgens Computerspiele gespielt hab, hat meine Mama das wlan- Passwort geändert. Ich hab mich nicht getraut, das Thema Medienkonsum zur Sprache zu bringen, weil ich mein Geburtstagsgeschenk nicht gefährden wollte. Eine mittlere Lehrerstrafe ist das kleinere Übel.‘

„Ich hab das Heft vergessen“

Bedeutet: ‚Seit mein Heft vor fünf Wochen voll geworden ist, komme ich auch gut ohne aus. Sie haben’s bis jetzt nicht gemerkt, und wenn’s gut läuft, komme ich noch bis zu den Ferien irgendwie durch.‘

„Ich bin nicht ganz fertig geworden“

Bedeutet: ‚Beim Abschreiben in der Pausenhalle ist andauernd der Konrektor herumgeschlichen, wie soll man sich da konzentrieren?‘

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Seit Freitag, den 12.05.2017, werden PCs zunehmend Opfer von Ransomware – der Wannacry/Wannacrypt-Virus beschäftigt die IT-Welt. Zunächst waren insbesondere Kliniken in Großbritannien betroffen, später wurden weltweit Infektionen bekannt, da der agressive Computervirus sich schnell verbreitet.

Der Virus setzt greift eine Schwachstelle in den Microsoft-Windows-Betriebssystemen an, die schon länger bekannt ist. Für die aktuell unterstützten Windows-Versionen Windows 7, Windows 8 und Windows 10 sind schon seit Wochen Updates verfügbar. Für WindowsXP wurde dieses Update am 13.05.2017 nachträglich von Microsoft bereitgestellt.


Gerade alte WindowsXP-Rechner, die unbeaufsichtigt und ohne Updates und Virenscanner lange vor sich hin gelaufen sind, etwa in Fahrkartenautomaten oder in den Bundesbahn-Anzeigetafeln, sind anfällig.

Was ist Ransomware?

Ransomware sind Programme, die vom Computernutzer Geldzahlungen einfordern. Ohne diese Zahlung, so wird dem Benutzer erklärt, kann der Computer nicht mehr verwendet werden. Häufig sind diese Programme tatsächlich schädlich und verschlüsseln oder zerstören den Inhalt der Festplatte, wobei schwerpunktmäßig Office-Dokumente und Netzlaufwerke angegriffen werden. Die Bezahlung des Lösegelds wird oft über Bitcoins eingefordert, da diese virtuelle Währung nicht zurückverfolgt werden kann.

Wie kann ich meine Daten schützen?

Völlige Sicherheit erreicht man nur, indem man seinen Computer vom Internet trennt, keine USB-Laufwerke nutzt und keinem Dritten den Zugang zum Gerät ermöglicht – dies ist nicht realisitisch umsetzbar.

Um vor dem Wannacry-Virus sicher zu sein, sind drei Schritte erforderlich:

1.) Virenscanner überprüfen und aktualisieren
Jeder aktuell gehaltene Virenscanner sollte die Wanacrypt-Ransomware erkennen.

2.) Windows Update durchführen
Für alle Windowsversionen, die ab dem Jahr 2003 und später erschienen sind, sind Updates verfügbar.
Das besonders anfällige WindowsXP kann hier aktualisiert werden: https://blogs.technet.microsoft.com/msrc/2017/05/12/customer-guidance-for-wannacrypt-attacks/?utm_source=t.co&utm_medium=referral
Und hier gibt es eine einfache Anleitung dazu, wie WindowsXP mit vielen Updates versorgt werden kann: http://www.makeuseof.com/tag/how-to-keep-getting-windows-xp-updates-for-years-to-come/

3.) Sinnvolles Backup-System überlegen
Jedes Backup ist besser als keins – physikalisch vom Computer getrennte Backups sind dabei stets zu bevorzugen. Immer noch sinnvoll ist etwa das regelmäßige Brennen von Sicherungs-DVDs; gegen die oft empfohlene Sicherung bei Cloud-Anbietern wie etwa Dropbox spricht, dass sensible Daten dort nicht gespeichert werden sollten.

Weitere Informationen

Infektions-Landkarte
https://intel.malwaretech.com/WannaCrypt.html
Hier kann man sehr anschaulich sehen, wo auf der Welt neue Rechner betroffen sind.

Ich bin betroffen. Was soll ich tun?

Ruhe bewahren, die betroffenen Computer vom Netzwerk trennen, um eine weitergehende Infektion auszuschließen, sämtliche USB-Datenspeicher, die 2017 in Kontakt mit dem befallenen PC waren in einen Umschlag stecken und zum IT-Menschen Ihres Vertrauens bringen – und dann in Ruhe überlegen, welche weiteren Geräte eventuell infiziert worden sein könnten. Je offener kommuniziert wird, desto schneller können auch eventuelle Kopien der nun verlorenen Daten gefunden und wieder nutzbar gemacht werden.

(in English: Wannacry/Wannarypt – What you need to know right now: http://iteachthem.com/wannacrywannarypt-what-you-need-to-know-right-now/)

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Überblick

Die iOS-App Notability von Ginger Labs ist ein praktisches Werkzeug, wenn man schnell etwas notieren möchte: Handschriftliche Notizen können mit verschiedenen Farben und Stiftarten schnell aufgezeichnet werden, und auch einfache Skizzen sind möglich. Ebenfalls integriert: Notizen mit Hilfe der Bildschirmtastatur erfassen. Ja, das ist nicht besonders spektakulär – aber in Verbindung mit ein paar Pfeilen und Hervorhebungen und der einen oder anderen Skizze werden etwa Mitschriften aus Konferenzen, Seminaren und Fortbildungen anschaulicher und damit nachvollziehbarer.

Vorteile

Gegenüber anderen Notizen-Apps ist Notability klar im Vorteil, da es einen zuverlässigen Import aus Microsoft Word-Dokumenten sowie von pdf-Dokumenten bietet. Die Dokumente können dann mit Anmerkungen versehen werden, und dem Urheber etwa via E-Mail wieder zurückgeschickt werden. So wird das Zusammenarbeiten mit Kollegen, etwa beim Austausch über verschiedene Fassungen von Tests, Protokollen oder anderen Dokumenten, deutlich vereinfacht.

Notability im Einsatz.

Funktionen

Mit Notability lassen sich Notizen leicht zu verschiedenen Themen sortieren – etwa „Uni“, „Fortbildungen“, „Referate“ oder ähnlichen.

Ein letzter Vorzug liegt in der Möglichkeit, die Daten automatisch in der Cloud zu sichern – Dropbox, Google Drive, Box oder WebDav-Ordner werden hierbei unterstützt.

Fazit

Notability kann den Alltag als Lehrer erleichtern. Nach einer ersten Eingewöhnung kann Notability zum Dreh- und Angelpunkt der Notizenverwaltung einer Lehrkraft werden.

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Was gehört dringend in eine Lehrertasche? Zeit für ein Ausrüstungs-Update

(1) USB-Stick

Für den Transport von großen Mengen von Daten (Videos) oder sensiblen Daten (Schulaufgabenangaben) oder für den kollegialen Materialaustausch sind USB-Sticks eine naheliegende Wahl. Diese hier sind sogar beschreibbar: USB-Stick, beschriftbar.

(2) Tafelmagnete

Ich steige dieses Jahr noch immer nicht auf Neodyms um, auch wenn mir der Fortschritt damit endgültig davonläuft. Neodyms sind (so steht’s wenigstens im Internet zu lesen) gefährlich, wenn sie verschluckt werden, und sie können Festplatten und Kreditkarten löschen. Aber schick sind sie schon. Aber sie gehören nicht in aufgeregte Kinderhände, und überhaupt sind die Klassiker eigentlich unschlagbar.

(3) Dictionary

Meine Wörterbuch-Lieblingsapp ist immer noch BitKnights Dictionary, mittlerweile schon in der soundsovielten Überarbeitung, mit irgendwelchen Vorlese-Funktionen als inApp-Käufe, die ich aber eher nicht brauche. Wieso eine App, und nicht einfach schnell im Internet nachsehen? Mein iPad hat keine ständige Internetverbindung, deswegen.

(4) Presenter

Das hier ist der beste Presenter. Ohne geht’s nicht.

(5) Kreide

Kreide? Ja, klar. Ich trage sie nichtmal im Luxus-Exemplar spazieren(Luxusstück), sondern in einer einfachen Bonbon-Dose.

(6) Blu Tack

Bleibt in der Schultasche, schon allein, weil es so ein praktischer Ersatz für die Magnete ist.

(7) Unterrichtsplaner

Nach einem ernst gemeinten Versuch, hier auf elektronische Helferlein umzusteigen, bin ich jetzt erstmal geheilt: Mein Terminplan, meine Notenlisten, meine Unterrichtsplanung und sehr viele Notizen brauche ich analog. Auf Papier. Dieses Jahr ist mein Unterrichtsplaner grün, weil ich Abwechslung mag, und weil zu viel Routine die Kreativität erwürgt. Stimmt schon, die gelben in den letzten Jahren waren toll. Vielleicht kaufe ich mir nächstes Schuljahr ganz reumütig wieder einen.

(8) Smartphone

Ja, Lehrer brauchen Telefone. Ob Schüler oder Schülereltern die Telefonnummer ihres Lehrers erfahren sollten, darüber könnte man trefflich streiten.

(9) Schreibzeug und Papier

Edding-Stifte oder geeignete Alternativen – ich starte dieses Jahr mit einem Satz Sharpie Tafelschreibern; vielleicht bekommen exotischere Stifte weniger schnell Beine als die weitverbreiteten Eddings?
Buntes Papier ist immer noch praktisch, ergänzend noch eine Schere, billige Kugelschreiber und natürlich ein paar Rotstifte.

(10) Adapter

Der iPad-VGA-Adapter bleibt erstmal in der Schultasche. Vorsicht beim Kauf: Dieses Kabel ist das echte, dafür ist es aber auch teuer.

(11) Die Tasche selbst

Schwarz, unauffällig, robust. Meine Diesel-Tasche schafft das nächste Schuljahr hoffentlich auch noch.

Darüber, was eigentlich in einer Lehrertasche alles drin sein soll, habe ich schon einmal etwas hier geschrieben – und schon damals waren die Ergänzungen der Leser in den Kommentaren sehr aufschlussreich:

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Wie konnte ich das nur vergessen: Schreibzeug, Kreide, Kalender… Die Gegenstände, mit denen ich auch im digitalen Zeitalter noch immer täglich zu tun habe.

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Und auch das: Magnetismus. Meine Schachtel mit Tafelmagneten ist so fester Bestandteil meines Schultascheninventars, dass sie mir gar nicht mehr auffällt.

Bildschirmfoto 2014-08-25 um 09.47.55

Kreidehalter? Ja, sinnvoll, wenn man sich die Kreideflecken auf der Hose ersparen möchte. Aber irgendwie ein bisschen gezwungen, und im Zweifel nur noch ein Ding, das ich suchen soll. Hustenbonbons? Klar. Pflaster? Kommt mir überflüssig vor, so gefährlich ist der Englischunterricht dann trotz aller Schüleraktivität auch wieder nicht.

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Die gamifizierte Anweisung: Wie melde ich mich im Seminar für ein Referat an?

Gamified instuctions: How do you participate in the course on teaching methodology?

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