10 Dinge, die in jede Lehrertasche gehören – Update 2016/17

Was gehört in jede Lehrertasche?

In der Liste versuche ich, mich auf Allgemeingültiges zu beschränken – deswegen lasse ich mein ipad genauso aussen vor wie meinen geliebten Parker-Füller; auch die Taschentücherpackung für verschnupfte Fünftklässler hat es nicht ganz auf die Liste geschafft. Lineal, Taschenrechner, Eddingstifte… Es gibt noch so viel mehr.

Hier sind jedenfalls meine Top Ten:

1. USB-Stick

(auf Englisch: (USB) flash drive) Ein Muss, schon allein um Daten zwischen Schulcomputer und Heimcomputer hin- und hertragen zu können. Oder um zuhause vorbereitete Powerpoint-Folien auf dem Whiteboard-Laptop anzeigen zu können. Oder um in der Schule die Arbeitsblätter ausdrucken zu können, wenn der häusliche Tintenstrahler die Grätsche gemacht hat. Ersatzweise gehen auch ein modernes Handy, ein funktionierendes Schulnetzwerk + dropbox.

2. Tafelmagnete

Poster an der Tafel anbringen, Schüleraufsätze anpinnen, Bilder und Texte vorzeigen. Magnete gibt es in verschiedenen Ausführungen; physikalisch bin ich nicht allzu bewandert, aber es scheint so zu sein, dass größere Magnete schwerere Poster halten können; Neodyms werden auch immer wieder empfohlen. Ich bleibe misstrauisch, die Dinger sind mir zu stark.

3. Dictionary

Es geht ja eigentlich um Englischlehrertaschen, und da ist ein Wörterbuch Pflicht. Sei es als App auf Laptop, ipad oder Smartphone – oder in einer altmodischen Printvariante. Ein Wörterbuch muss sein. Lehrer müssen nicht alles wissen; diesem Anspruch können wir schon seit Jahrhunderten nicht gerecht werden. Aber Lehrer müssen Rollenvorbild für den Umgang mit Unwissen sein. Unwissen führt zu Neugier, so müssen wir es vorleben. Ohne Nachschlagen wird Unwissen zu Desinteresse.

4. Folienstifte

Solange im Klassenzimmer ein Overheadprojektor (ich mag keine Overheadprojektoren) steht (und wir das Gerät verwenden wollen), brauche ich eben auch Folienstifte. Eigentlich reichen zwei Farben: Blau und schwarz. Bei allen anderen Farben brauche ich Glück, einen leuchtstarken Overheadprojektor, eine günstig stehende Sonne und ein schlaues Beleuchtungskonzept im Klassenzimmer. Bei näherem Nachdenken reichen zwei der gerade genannten Aspekte. Wie dem auch sei: Blaue und schwarze Stifte zum Schreiben, die anderen Farben sind toll zum Ausmalen – ich kaufe immer die hier.

5. Kreide

Weiße Tafelkreide, gelbe Tafelkreide, und eine leicht ins fliederfarbene gehende zartapricotfarbene pastellpinke Kreidensorte. Ersatzweise hellblau. Zum Licht und Glück im Klassenzimmer habe ich bei den Folienstiften schon genug geschrieben.

6. Blu Tack

Zum Befestigen von Irgendetwas an Irgendetwas anderem. Poster an die Wand, Teddybären an die Tür, Schülerpullover an die Tafel. Manche Kollegen schwören auf Powerstrips, andere halten Realien noch in die Luft, weil sie nicht an der Tafel halten. Blu Tack löst Probleme, und ist allgemein gut für den Weltfrieden. Patafix ist ein möglicher, günstiger Ersatz.

7. Unterrichtsplaner

Jeder Lehrer wird einen haben – Termin- und Unterrichtsplaner. Notenlisten, Kalender, sonstso Zeug. Ersatzweise passende Apps am ipad, Netbook oder Smartphone. Ich kaufe jedes Jahr einen anderen, dieses Jahr ist es dieser.

8. Mobiltelefon

Als Requisite für Rollenspiele immens praktisch. Als Kamera für Schnappschüsse unverzichtbar. Als Ausweichgerät für Elterngespräche öfters notwendig. Natürlich ist das Gerät im Unterricht selbst ausgeschaltet; Lehrer sind ja auch immer Rollenmodelle.

9. Buntes Papier

Rote und grüne und gelbe Abstimmungskarten (jeweils 30, für “yes”, “no” und “maybe, I don’t know”)

Wölkchenförmiges Notizpapier für Brainstorming. Die Form ist optional.

10. Adapter

Ist möglicherweise nur mein Problem, aber letztlich passt Technik nie ganz zusammen. In meiner Schultasche sind deswegen Adapter für

  • VGA-DVI. Anschluss von alten Projektoren an den DVI-Ausgang meines Laptops

  • Cinch-Klinke. Anschluss von Stereoanlagen an den Kopfhörerausgang von Laptop, ipod oder ipad

  • ipad-VGA. Verbindungen meines ipad an die Außenwelt sind wichtig.

Und so sollte sie idealerweise aussehen:

11 KOMMENTARE

  1. […] Wort nachschlägt und dem Schüler spätestens zur nächsten Stunde sagen kann. Hier kann auch ein ipad mit entsprechenden Apps helfen. Ja, ein Artikel dazu ist in […]

  2. Also, bei Magneten kommt es aufs Material an. Schon mal versucht, zwei klitzekleine Neodym-Magnete auseinanderzubekommen? Da lernt man was über Kräfte…
    http://www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/x/shp/oxbaseshop/cl/alist/cnid/IJF (Vorsicht, Link auf einen Laden, in den man sich als Schreibwarenfreund nur verirren sollte, wenn man etwas Geld übrig hat).
    Klar: große Neodymies halten besser als kleine, aber kleine Neodymies z.B. besser als größere Hartferritmagneten.
    Für Tafeln sind sicher die großen „normalen“ besser, aber gerade vor ein paar Tagen habe ich unseren Fördervereinsschaukasten mit unter Verwendung von winzigen Nedoymies mit Sommerfestfotos bestückt – superschick…

  3. […] Schultasche vollräumen. Was alles in einer Schultasche sein sollte, habe ich ja schon […]

  4. […] passenden Bücher, Arbeitsmaterialien und selbstverständlich das iPad nebst Zubehör wollen in die Schultasche gesteckt werden. Alles im […]

  5. In meiner Tasche sind noch:
    11. Kreidehalter (wg. fieser Kreidestauballergie),
    12. Hustenbonbons
    13. Pflaster

    http:/frolleinrot.wordpress.com

  6. Hustenbonbons hab‘ ich auch immer dabei – unser Hausmeister verdient sich ’ne goldene Nase an mir, weil ich die Fisherman’s friends aus seinem Brotzeitautomaten kaufe.

  7. Für mich müssen unbedingt bunte Pflaster dabei sein: Habe festgestellt, dass man damit – nicht nur bei den Kleinen – ALLES heilen kann (zur Not auch Liebeskummer und Schulzahnarztangst…)

  8. Und wo ist der Rotstift? Der muss doch auch rein. Und ein Bleistift und Kuli oder Füller.

    Und bei den unteren Klassen undbedingt die lustigen Stempel. Zum Beispiel den mit dem dicken Hund, wenn die Arbeit des Schülers ein „echt dicker Hund ist“. Oder Sternchenaufkleber, die man am besten um die Weihnachtszeit bunkern sollte, um vor allem die Mädchen aufzumuntern.

    blog.ingo-bartling.de

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