Ich beginne erstmal mit einem Geständnis: Als Dichter bin ich nicht besonders dichterisch, als Autor nicht immer eine Autorität, und überhaupt sind Texte, Lieder und Bilder, die ich erstelle, vieles. Seltsam, originell, anders … Vieles, aber nicht ‚authentisch‘.

Und überhaupt: Bei der Unterrichtsvorbereitung erreiche ich selten eine besonders hohe Schöpfungshöhe, wie es das Urheberrecht formulieren würde. Ganz im Gegenteil bestehen große Teile meiner Arbeit daheim aus dem Sichten, Zusammenstellen und Aufbereiten von Informationen. Mein Unterricht ist also irgendwie eine Collage aus der Wirklichkeit – vielleicht sollte ich an diesem Satz noch etwas feilen, und einen Sinnspruch daraus machen, den ich mir an die Wand kreuzstichen lassen kann.

Meine Quellen dabei sind recht gemischt:

  • der Lehrplan, mittlerweile online verfügbar
  • das Lehrwerk mit Zusatzmaterial, zu großen Teilen noch in Papierform
  • die Verlagshomepages
  • meine Sammlung an bewährten Materialien, nahezu komplett digital
  • echte, richtige Dinge zum Anfassen
  • das mächtige Internet
  • audio/visuelle Medien aller Art, größtenteils digital
  • (…)

Wenn daraus ansprechender Unterricht entstehen soll, dann braucht es zunächst einmal Platz. Viel Platz. Ein großer Schreibtisch steht in jedem Lehrerarbeitszimmer. Ein Tisch mit ausreichend Platz für Hefte, Notizen, Kalender, Arbeitsblätter, Bücher, Folien und Schreibmaterial.

Auf dem Bildschirm sieht es hingegen meistens anders aus: Word-Dokumente verstecken sich untereinander, Copy/Paste funktioniert nur mit zwischenzeitigem Fenster-Hinundhergeschiebe, und nur selten einmal passt eine A4-Seite überhaupt in lesbarer Qualität auf den Monitor. Auch häufig zu sehen: Post-its am Monitorrand.

Meine Lösung: zwei Bildschirme. So ein Dual-Monitor-Setup sorgt erstmal für doppelt soviel Bildschirmfläche. Um den neu hinzugewonnenen (digitalen) Platz nicht sinnlos zu verschwenden, habe ich mir angewöhnt, immer gleich vorzugehen. Auf dem links stehenden Monitor bearbeite das Material für den Unterricht, auf dem rechten stehen die Quellen, die ich gerade verwende.

Die technische Umsetzung daheim ist häufig einfach, da viele Computer von Haus aus bereits zwei Bildschirmanschlüsse bieten. Wenn dort ein zweiter Monitor angeschlossen wird, erkennt der PC unter Windows7, Windows8 oder MacOs X diesen selbständig und verwendet ihn. Fenster lassen sich variabel anordnen, und schon nach kurzer Zeit macht das Arbeiten mehr Spaß. Da das Zeitalter der Röhrenmonitore schon lange vorbei ist, wird es auch mit zwei Monitoren auf dem Arbeitstisch nicht besonders schnell eng.

Wem die zwei Monitore dann doch zu sehr nach Raumstation aussehen, für den lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines größeren Bildschirms; etliche Geschäfte bieten im Rahmen des back-to-school-Sales (was es nicht alles gibt heutzutags) Rabatte für Technikzeugs.