Alle Lehrer mögen Visualisierungen (sag ich mal so als komplett unbelegte Ausgangshypothese), also müssen alle Lehrer auch Landkarten mögen. Karten sind oldschoolig, übersichtlich, voller Fehler und Annäherungen, und überhaupt ganz und gar wunderbare Zeugnisse menschlichen Kulturschaffens. Ein Lehrer, der keine Karten mag? Höchstens die Ausnahme, die die Regel belegt.

Nehmen wir als Beispiel einen der bekannteren Fantasy-Autoren, J.R.R. Tolkien. Tolkien begann seinen Hobbit mit der Gestaltung einer ganzen Welt, in der dann die Handlung stattfinden konnte: Eine Landkarte, ein paar Völker, ein paar Flüsse, eine oder zwei vollständig ausgearbeitete imaginäre Sprachen und noch der eine oder andere Götterkosmos, fertig. Klar, im Unterricht ist das so nicht vollumfänglich wiederholbar, aber wenn Schüler schriftstellerisch tätig werden sollen, dann kann eine Landkarte nicht schaden.

Aber wie macht man eigentlich eine glaubwürdige Landkarte, bei der die Flüsse auch tatsächlich bergab fließen, bei der Ländergrenzen stimmig sind und Städte an Orten gegründet werden, wo sie wenigstens ein paar logische Gründe haben, zu florieren? Heutzutage wohl mit geeigneter Software, oder – um es mit der alten Werbung zu sagen – there’s an app for that.

Der Landkarten-Generator ist selbst schon Unterrichtsinhalt genug; wenn die Schüler die Software soweit verstehen, dass sie ungefähr das tut, was sie erwarten, dann haben sie auch so schon etwas Englisch gelernt.

Davon abgesehen kann eine Fantasy-Landkarte tatsächlich eine spannende Grundlage für kreative Schreibaufträge sein – oder für von den Schülern selbst entwickelte Brettspiele…

Hier der Link: http://mewo2.com/notes/terrain/