Ja, das wird recht kurz – die Fahrerei von gestern sitzt mir noch in den Knochen. Nürnberg ist nicht die kürzeste Entfernung für eine Fortbildung, aber es hat sich gelohnt. Kollegen gesehen, 42 Kilometer verfahren, trotzdem pünktlich am Veranstaltungsort.

Noch schnell zu den 42 Kilometern – im Zweifel einfach über das Kursive runterscrollen und das Video ansehen, das ist wirklich gut.

Also… In Landkarten bin ich wirklich nicht  so der Held. Vorsichtig gesagt, bin ich etwas zu grundoptimistisch für Landkarten. Wenn ich einen vertrauten Ort lese („Nordpol“, „Nürnberg“, „Neapel“), dann habe ich das Gefühl, dass ich mich auskenne.

Also, Dienstag waren wir – eine fahrende Kollegin und ich auf dem Beifahrersitz – in einem Auto ohne Navigationssystem (meins heißt Tim. Okay, die Stimme heißt Tim, das ist die englische Stimme von TomTom. So hab ich immer eine Ausrede mehr: „Unser Navigator ist nicht von hier, hört man doch. Kein Wunder, dass er sich nicht auskennt.“). Ohne Navigationssystem, aber mit einer Landkarte irgendeiner Tankstelle oder so, auf jedenfall eine gute Dekade alt. Ich blättere also nach Nürnberg, stelle fest, dass von rechts unten (Südwesten für Geographen) eine Autobahn daher kommt, und folgere knallhart, dass es unsere sein wird. Merke mir „Nürnberg-Zollhaus“, und harre der Dinge, die da kommen. Beim Autobahnkreuz Nürnberg-Nord wird meine Fahrerin und Kollegin misstrauisch und fragt irgendwie leicht argwöhnisch, ob wir nicht in den Süden Nürnbergs wollten, und wären wir nicht aus dem Südosten gekommen und überhaupt, sollten wir nicht schon seit 10 Minuten da sein? 

20 Minuten Stau, ein Schuldeingeständnis und ein paar seltsame Phänomene später (Ampeln auf der Autobahn, Spontan umbenannte Ausfahrten, Stau auf dem Frankenschnellweg) waren wir dann da. 

Herbert Puchta ist beeindruckend. Wer den Autor, Didaktiker und begeisternden Lehrer noch  nicht gehört hat: Hier ist ein Video, das ihn und seine Art zu arbeiten ganz gut trifft. Mehr gibt’s bei youtube.

httpv://www.youtube.com/watch?v=QpGlUMmynz0