Neugierig war ich ja schon, und tatsächlich war iBooks Author einer der Hauptgründe für mich, auch MacOs 10.7 zu upgraden. Hier ist es also, der neue Meilenstein im Bereich Unterricht von Apple:
iBooks Author

Die Programm-Oberfläche erinnert stark an Word, Pages, OpenOffice, oder eben jede andere beliebige Textverarbeitung. Etwas simpler kommt die Software daher, aber letztlich ist hier das Produkt ja auch klar: Ein Buch soll herauskommen, nicht Visitenkarten, Poster oder Schulaufgaben-Angabenblätter.

Die Einarbeitung geht schnell, schon nach ein paar Minuten hat man die ersten Zeilen und Bilder eingefügt. Der Export als .pdf-Datei geht schnell und einfach, der Text kann ebenfalls einfach exportiert werden; vorgesehen ist jedoch, dass das fertige Produkt in den iBooks-Store wandert.

Von dort aus, so die Idee hinter der Software, können Millionen und Milliarden von Schülern das selbsterstellte Mathematik-Übungsbuch – oder Kunden den Historienroman – kaufen.

Solche Bücher gibt es bereits einige – multimedial toll aufbereitet, nutzen sie als „iBook 2.0“ viele Möglichkeiten des Mediums iPad: Animationen, Filme, Audiodateien. Leser können sich Notizen zu den Büchern machen, und diese digital speichern. Auf meinem iPad 1 ruckelt es teilweise ein bisschen arg dahin, aber auf einem iPad 2 ist das Erlebnis sehr flüssig.

Ja, eine nette Idee. Zumal hier Autoren wohl finanziell deutlich besser wegkommen als im herkömmlichen Schulbuchhandel. Wenn, ja wenn…

  • Wenn sie das Marketing selbst übernehmen.
  • Wenn sie es schaffen, dass ihr Schulbuch vom Kultusministerium wohlwollend geprüft wird.
  • Wenn das Ganze nicht an Raubkopien zugrunde geht.

Was bleibt, ist ein weiterer möglicher Einstiegspunkt in das Großthema „freie Bildung“, das vielleicht wirklich irgendwann wahr wird.