iPad Apps für Lehrer

ipad - Lehrers liebstes Spielzeug

Einer der early adopters war ich, ein Vorreiter. Na gut, ein Techniknarr. Egal. Als das Gerät jedenfalls nebst original iPad VGA-Adapter und schickem iPad-Cover fabrikneu auf meinem Arbeitsplatz in der Schule stand, war ich stolz wie Oskar. Seitdem ist Normalität eingekehrt – und viel Software aus dem App Store auf meinem tastaturlosen Tablet PC gelandet. Seit mehr als drei Jahren benutze ich jetzt ein ipad im Unterricht – Zeit für eine kleine Zusammenfassung:

Welche Apps verwende ich nun tatsächlich im Unterricht?

1.) Safari. Der Webbrowser muss sein – schnell Dinge nachschlagen, Wohnorte von Lehrbuchgestalten suchen, Bilder, Videos. Ohne Web geht nicht mehr viel, oder besser gesagt: viel von dem, was Englischunterricht modern macht, geht ohne Webbrowser nicht optimal.

2.) German English Dictionary & Translator – BitKnights LLC Englischwörterbuch. Als Englischlehrer eine wichtige Waffe im Kampf gegen ‚what’s Zerspanungsmechaniker in English?

3.) VLC, um Videos abzuspielen. Oft genug reicht das Streamen im Browser.

4.) Keynote – Apple®. Eben mal schnell eine Powerpoint-Präsentation an die Wand werfen – als Einstieg oder zwischendurch, oder als Powerpoint-Karaoke. Vorbildlich sind die Funktionen zum Steuern der Präsentation auf dem iPad-Monitor selbst. Zum Einsatz des großen Bruders Keynote für Macs im Unterricht habe ich an anderer Stelle ein Lehrwerk rezensiert.

5.) Penultimate – Cocoa Box Design LLC. Für jede Konferenz, für jede Fortbildung lege ich in Penultimate ein eigenes virtuelles Notizbuch an, in dem ich dann später zum Nachlesen herumblättern kann. Das mit dem iPad mitgelieferte ‚Notes‘ kann eine Alternative sein, wenn man lieber tippt als von Hand zu schreiben.

6.) The Sun for iPad – News International Ltd. Das Massenblatt der britischen Inseln macht Großereignisse von Weltbedeutung noch wichtiger – Olympia, Fußball, Wetter. Vom Schwierigkeitsgrad her nahezu perfekt auf die Bedürfnisse eines Englischlehrers einer 10. Klasse abgestimmt. Dazu noch Bilder. Und der kurze peinliche Moment, wenn der Lehrer schnell an Seite 3 vorbeiwischen muss.

7.) Jumbo Calculator – Christopher Weems. Ein Taschenrechner. Klar, zum Ausrechnen von Notendurchschnitten und Punktesummen. Zufallsgenerator für Noten (höhöhö) nicht im Funktionsumfang enthalten.

8.) Adobe Ideas – Adobe Systems Incorporated. Ein Zeichenprogramm mit Zoomfunktion. Für schnelle Skizzen fast unschlagbar. Mit mehreren Ebenen arbeitend bekommt man so sogar ein paar einfache Karikaturen oder Comiczeichnungen hin – auch komplett ohne Talent.

9.) Dropbox. Daten- Austausch zwischen daheim, Schulrechner, Whiteboard-Laptop und iPad. Mein Dropbox-Account ist voll mit Landeskunde-Bildern, Powerpoint-Präsentationen und leeren Formularen. Dazwischen noch ein paar Unterrichtsideen.

10.) PrintCentral für iPad. Druckt auf ein paar der Drucker in der Schule, und das reicht mir für’s Erste. Schwierig war nur, beim Einrichten herauszufinden, aus welchem Drucker nun der Ausdruck herauskommt.

11.) CourseNotes – Dear Panda LLC. Zum Aufschreiben von Notizen zu einzelnen Klassen. Notizen, Skizzen, Aufgaben. Eigentlich ist das Programm für Schüler gedacht, lässt sich aber gut zweckentfremden, um etwa bei Fortbildungen oder Tagungen auf dem Laufenden zu bleiben, oder um Projekte weiterzuverfolgen oder Hospitationen zu dokumentieren.

12.) GoodReader for iPad – Good.iWare Ltd.. Öffnet wirklich viele verschiedene Arten von Dokumenten. Pdfs zum Beispiel, aber auch ein paar Videoformate. Die Dateiverwaltung macht es möglich, zip-Dateien zu öffnen. Sogar eine sehr einfache Aufteilung in verschiedene Ordner ist möglich.

13.) WordPress – Automattic. Zum Zugriff auf WordPress-Blogs. Kompliziertere Layouts lassen sich nicht verwirklichen, aber ein paar einfache Blogartikel kann man so schonmal ins Netz stellen.

14.) NewsRack – omz:software. Zum Zugriff auf andere Blogs. Ein RSS-Reader findet automatisch neue Inhalte der Blogs, die man gern verfolgt, und stellt diese übersichtlich zusammen. Wichtig: Ab 50 Blogs wird es etwas unübersichtlich, insbesondere wenn die in Frage kommenden Blogs besonders aktiv sind.

15.) Mail. Erklärt sich selbst, denke ich. Zum Korrigieren von per e-Mail zugeschickten Hausaufgaben. Oder zum Lesen des lehrkoerper-email-newsletters: Fachdidaktik Englisch Aktuell.

(Bildquelle: Tsubaki Kaworu, flickr.)

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