Nachdem Lehrerarbeitszimmer jetzt wohl wieder irgendwie steuerlich absetzbar sind (bitte zu Rechtsberatungszwecken, Steuerberatungsfragen und Hals-Wirbelsäulen-Traumata an den jeweiligen Experten wenden, nicht an mich, danke), kann ich wohl ein paar Gedanken dazu zu Blog bringen, ohne dass es nach üblem Lobbyismus oder Gejammer klingt. Wann und wie nutzen Lehrer das Arbeitszimmer?

Morgens.

Lehrer stehen auf, werfen den Computer an, holen sich aus ihrer Jura den ersten Kaffee des Tages, und sehen nach ihren E-Mails. Fortbildungseinladungen, Terminänderungen, Krankmeldungen, allerletzte Hausaufgaben, deren Deadline eigentlich gestern Abend um 18.00h war – all das und noch viel mehr will bearbeitet werden. Die passenden Bücher, Arbeitsmaterialien und selbstverständlich das iPad nebst Zubehör wollen in die Schultasche gesteckt werden. Alles im Arbeitszimmer.

Vormittags.
Schule. Von früh bis Nachmittags.

Nachmittags.
Späterer Nachmittag. Wieder Kaffee – eigentlich ungesund, und schon zu viel… Ah, egal. Also, wieder Kaffee. Wieder E-Mails, dann ein paar Korrekturen. In Ruhe, am Schreibtisch. Vielleicht noch ein Telefonat, dann noch ein paar Korrekturen. Ein paar Notizen, die in Reinform gebracht werden müssen, ein wenig Internetrecherche für die kommenden paar Schultage. Eine Powerpoint-Präsentation muss noch geändert werden, ein Arbeitsblatt gehört erstellt, in die Notenverwaltungssoftware werden die mündlichen Noten eingetragen – Teachertool für iPad, wann kommst Du? Noch ein paar Hefte durchsehen, eventuell noch ein Telefonat wegen der Hefte. Mittlerweile ist das Schreibtischlicht an, der Lehrer stapelt die Bücher zurück an ihre Plätze, blättert noch in einer Fachzeitschrift. Findet etwas interessantes, schreibt eine Notiz ins iPad.

Wochenende.
Mehr Korrekturen, mehr Zeit für Planungen, und mehr Kaffeepausen (ja, ja…). Weniger Telefonate – die Ansprechpartner sind ja eh irgendwo unterwegs und machen Wochenendkram.

Immer.
Als Aufbewahrungsraum, als Archiv für Unterrichtsmaterial, Schulbücher, Formulare, Zeitschriften, Zeitungen, CDs, DVDs, Arbeitshefte, USB-Speichersticks (gut, die brauchen nicht so viel Platz).
Als Stellplatz für die ganze Bürotechnik. Drucker (mit integriertem Scanner, netzwerkverbunden, toll), Telefon, Computer, Monitor, Ipad-Zubehör.
Als Rückzugsraum für schnell noch etwas ruhig zu Ende arbeiten.