Ausrüstungscheck: Lehrertasche

Was gehört dringend in eine Lehrertasche? Zeit für ein Ausrüstungs-Update

(1) USB-Stick

Für den Transport von großen Mengen von Daten (Videos) oder sensiblen Daten (Schulaufgabenangaben) oder für den kollegialen Materialaustausch sind USB-Sticks eine naheliegende Wahl. Diese hier sind sogar beschreibbar: USB-Stick, beschriftbar.

(2) Tafelmagnete

Ich steige dieses Jahr noch immer nicht auf Neodyms um, auch wenn mir der Fortschritt damit endgültig davonläuft. Neodyms sind (so steht’s wenigstens im Internet zu lesen) gefährlich, wenn sie verschluckt werden, und sie können Festplatten und Kreditkarten löschen. Aber schick sind sie schon. Aber sie gehören nicht in aufgeregte Kinderhände, und überhaupt sind die Klassiker eigentlich unschlagbar.

(3) Dictionary

Meine Wörterbuch-Lieblingsapp ist immer noch BitKnights Dictionary, mittlerweile schon in der soundsovielten Überarbeitung, mit irgendwelchen Vorlese-Funktionen als inApp-Käufe, die ich aber eher nicht brauche. Wieso eine App, und nicht einfach schnell im Internet nachsehen? Mein iPad hat keine ständige Internetverbindung, deswegen.

(4) Presenter

Das hier ist der beste Presenter. Ohne geht’s nicht.

(5) Kreide

Kreide? Ja, klar. Ich trage sie nichtmal im Luxus-Exemplar spazieren(Luxusstück), sondern in einer einfachen Bonbon-Dose.

(6) Blu Tack

Bleibt in der Schultasche, schon allein, weil es so ein praktischer Ersatz für die Magnete ist.

(7) Unterrichtsplaner

Nach einem ernst gemeinten Versuch, hier auf elektronische Helferlein umzusteigen, bin ich jetzt erstmal geheilt: Mein Terminplan, meine Notenlisten, meine Unterrichtsplanung und sehr viele Notizen brauche ich analog. Auf Papier. Dieses Jahr ist mein Unterrichtsplaner grün, weil ich Abwechslung mag, und weil zu viel Routine die Kreativität erwürgt. Stimmt schon, die gelben in den letzten Jahren waren toll. Vielleicht kaufe ich mir nächstes Schuljahr ganz reumütig wieder einen.

(8) Smartphone

Ja, Lehrer brauchen Telefone. Ob Schüler oder Schülereltern die Telefonnummer ihres Lehrers erfahren sollten, darüber könnte man trefflich streiten.

(9) Schreibzeug und Papier

Edding-Stifte oder geeignete Alternativen – ich starte dieses Jahr mit einem Satz Sharpie Tafelschreibern; vielleicht bekommen exotischere Stifte weniger schnell Beine als die weitverbreiteten Eddings?
Buntes Papier ist immer noch praktisch, ergänzend noch eine Schere, billige Kugelschreiber und natürlich ein paar Rotstifte.

(10) Adapter

Der iPad-VGA-Adapter bleibt erstmal in der Schultasche. Vorsicht beim Kauf: Dieses Kabel ist das echte, dafür ist es aber auch teuer.

(11) Die Tasche selbst

Schwarz, unauffällig, robust. Meine Diesel-Tasche schafft das nächste Schuljahr hoffentlich auch noch.

Darüber, was eigentlich in einer Lehrertasche alles drin sein soll, habe ich schon einmal etwas hier geschrieben – und schon damals waren die Ergänzungen der Leser in den Kommentaren sehr aufschlussreich:

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Wie konnte ich das nur vergessen: Schreibzeug, Kreide, Kalender… Die Gegenstände, mit denen ich auch im digitalen Zeitalter noch immer täglich zu tun habe.

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Und auch das: Magnetismus. Meine Schachtel mit Tafelmagneten ist so fester Bestandteil meines Schultascheninventars, dass sie mir gar nicht mehr auffällt.

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Kreidehalter? Ja, sinnvoll, wenn man sich die Kreideflecken auf der Hose ersparen möchte. Aber irgendwie ein bisschen gezwungen, und im Zweifel nur noch ein Ding, das ich suchen soll. Hustenbonbons? Klar. Pflaster? Kommt mir überflüssig vor, so gefährlich ist der Englischunterricht dann trotz aller Schüleraktivität auch wieder nicht.